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Kino Goethe: "Der junge Törless"
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Landschaftsarchitektur-Festival Žižkov 2020
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Erzählt wird die Geschichte einer Deformation und Verrohung: Der Film führt uns an den Beginn des 20. Jahrhunderts und liefert die psychologische Innenansicht eines Internats in Öesterreich-Ungarn. Hier regiert der Geist des feindseeligen Militärregimes und die Schikanierung anderer ist selbstverständlicher Bestandteil des Internatsalltags. Törless, ein Freund und Mitläufer der Internatsschüler Beineberg und Reiting, wird Zeuge der brutalen und blutigen Schlägereien, Quälereien und Demütigungen, die allabendlich auf dem Dachboden des Internats stattfinden. Aus anfänglicher Betroffenheit wird heimliches Begehren, und Törless damit zum mitwissenden Komplizen der sadistischen Taten. Er muss erkennen, dass es nur einen schmalen Grat gibt zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Gut und Böse.

Volker Schlöndorffs Erstlingsfilm, der als ein Meisterwerk der Filmwelt gilt, hält sich im Wesentlichen an Robert Musils 1906 erschienene Romanvorlage „Die Verwirrungen des Zöglings Törless“. Der Regisseur nimmt Musils Roman als Stimmungsbild der Jahrhundertwende ernst und verleiht dem Film hierin eine ausgeklügelte Kühle. Beim Festival in Cannes erhielt Der junge Törless den Kritikerpreis.

Regie: Volker Schlöndorff
Darsteller: Mathieu Carrière, Marian Seidowsky, Barbara Steele, Bernd Tischer, Fred Dietz, Lotte Ledl, Herbert Asmodi, Fritz Gehlen
Länge: 90 min.

Kino Goethe: "Der junge Törless"

10.6.2020, 18h

Goethe-Institut
PRAG 1, Masarykovo nábř. 32

Informationen und Hinweise zu den Corona-Regeln:  Goethe-Institut Prag
Katja Brunner: "Geister sind auch nur Menschen"
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Dauer des Festivals:

20.6.-30.9.2020
Architekturfestival "Žižkov 2020"
PRAG 3, Park Židovské pece                   

Das Landscape Festival entstand in den Jahren 2014 und 2015 im Prager Stadtteil Žižkov. Die ersten beiden Jahre fand es auf dem Gelände des dortigen Güterbahnhofs statt und kehrte 2018 mit seinen Aktivitäten auf den Vítkov-Hügel und in dessen Umgebung zurück. Der diesjährige achte Festivaljahrgang möchte daran anknüpfen, so dass sich das Festival nach Stationen in Opava, Pilsen und Ostrava wieder der Landschaft des Stadtteils Žižkov zuwendet. 

Ziel des Festivals ist es nicht nur, die Diskussion über Landschaftsarchitektur und Kunst im öffentlichen Raum anzustoßen, sondern auch wieder in Form von architektonischen Interventionen, Kunstinstallationen und Happenings in das Leben der Bewohner und Besucher dieses Stadtteils einzugreifen.

Die Route des Festivals bildet einen Rundgang, der die Besucher durch die grüne Infrastruktur Žižkovs führt, um die Aufmerksamkeit auf die außergewöhnliche Anzahl von Parks und anderen Arten städtischer Grünflächen zu lenken und deren Landschafts-, Naturerlebnis- und Erholungspotential zu unterstreichen. Neben drei bedeutenden städtischen Parks – dem Vítkov-Hügel, dem Heilig-Kreuz-Hügel (Vrch svatého Kříže) und dem Park Židovské pece – führt er beispielsweise auch über den Radweg entlang der ehemaligen Bahnstrecke unterhalb des Vítkov-Hügels, der 2010 eröffnet wurde, oder durch den Krejcárek-Wald.

Im Rahmen des diesjährigen Festivals präsentieren führende tschechische und ausländische Landschaftsarchitekten, Architekten und Künstler ihre Arbeiten als Intervention in konkreten Umweltzusammenhängen auf der Festivalroute. Hannes Gröblacher und Roland Wück werden als Vertreter der österreichischen Universität für Bodenkultur Wien eine ortsspezifische Installation im Park Židovské pece schaffen.

Die temporäre Installation Die Würfel sind gefallen ist als interaktives Würfelspiel konzipiert, das auf die laufenden Bauarbeiten in der Umgebung des Parks reagiert. Nach Ansicht der Autoren wirft die Bebauung in der Nähe von öffentlichen Parks viele Fragen zu ihrer gegenseitigen Beziehung auf. In der Nähe von öffentlichen Parks steigt der Wert von Immobilien, aber was ist der Nutzen für die Bürger? In Form eines Spiels laden sie die Bürger ein, darüber zu diskutieren, wie weit eine solche Bauentwicklung gehen kann.
Hin und her. Der Übersetzungsdonnerstag in der Bibliothek.
Mit Tereza Semotamová (Moderatorin) und Viktorie Knotková (Übersetzerin).
Gast des Abends: Simona Bagárová (Managerin in sozialen Diensten).

Die Bibliothek des Goethe-Instituts steht verschiedensten Treffen zur Verfügung. Beispielhaft hierfür sind die späten Donnerstagnachmittage, bei denen wir uns gemeinsam mit Übersetzern, Verlegern und interessanten Gästen neu erschienenen Übersetzungen deutscher Literatur widmen.

In der Juniausgabe werden wir uns der zeitgenössischen Dramatik widmen. Katja Brunner, 2013 gewählt zur besten Nachwuchsdramatikerin des Jahres, hat eine Wutrede gegen die Zumutungen des Alters geschrieben.
Katja Brunner spricht in ihrem Stück durch die, die nicht mehr sprechen können. Sie holt die Todgeweihten, die in der alltäglichen Betriebsamkeit unserer Welt nicht mehr funktionieren, zurück in die Sichtbarkeit. Nett ist es nicht, ihnen zuzuhören. Es verletzt und ist hart und erbarmungslos. Das Stück bricht Mythen und Tabus über das Altwerden und bietet einen anderen Blick als nur graue und traurige, verlassene Individuen ohne Hoffnungen und Träume.  
Die Kritiker schätzen an Katja Brunner, wie skrupellos und gleichzeitig feinfühlig sie schreibt, "über jegliche Tabugrenzen hinwegmarschiert, ohne reisserisch zu sein" (Sabina Dhein, Theaterakademie Hamburg).

Das Stück wird im Herbst 2020 auf der Bühne des Nationaltheaters in Prag aufgeführt.

Das Gespräch mit der Übersetzerin Viktorie Knotková und Managerin der Sozialpflege Simona Bagárová führt die Moderatorin und Kuratorin der Reihe Tereza Semotamová

Viktorie Knotková, geboren 1986 in Brünn, studierte Dramaturgie an der Janáček Akademie in Brünn und am Max Reinhardt Seminar in Wien, Österreich. Sie arbeitete u.a. als Dramaturgin am Prager Kammertheater unter der Leitung von Dušan David Pařízek. Seit der Spielzeit 2012/2013 ist Viktorie Knotková als Schauspieldramaturgin am Theater Bremen tätig. Sie übersetzte Stücke von Elfriede Jelinek, Katharina Schmitt u.a. ins Tschechische.
 

In Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater in Prag.


TERMIN:
18.6., 19h
Goethe-Institut
PRAG 1, Masarykovo nábř. 32



Weitere Informationen: Goethe-Institut Prag
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Bild: Seitz Film
untereinemhimmel junge_toerless zizkov2020 geist
Bild: Dana Vollenweider/Unsplash